Zeitreise durch 50 Jahre VfH

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Anlässlich seines 50. Geburtstages hatte der Verein für Hallenradsport Worms am vergangenen Sonntag zum Jubiläumsbrunch eingeladen. In der Vinothek des Supermercato Errante feierten gut 100 Mitglieder und Freunde des Hallenradsportvereins und ließen die letzten fünf Jahrzehnte revue passieren. Dabei standen nicht nur die sportlichen Erfolge im Mittelpunkt, sondern auch die ehrenamtliche Arbeit, „die von der VfH-Truppe mit Begeisterung angepackt wird und damit wichtiger Teil des Vereinserfolges ist“,  betonte Joachim Decker vom Stadtsportverband Worms. Glückwünsche der Stadt Worms überbrachte der Beigeordnete Uwe Franz, der den VfH zu den wichtigsten Vereinen in der Stadt zählt und ebenfalls den starken Zusammenhalt in den Vereinsreihen des VfH lobte. Er nutzte den Anlass außerdem, um die langjährige Schriftführerin Susanne Junga mit der Stadtsportmedaille in Silber auszuzeichnen.

Die Geschichte des VfH Worms wie er heute besteht, begann 1968; im Interview erzählte der damals erste Vorsitzende des Vereins Ernst Trapp von den Anfängen und wie es zu der Idee kam den Verein zu gründen. Dass auch der Hallenradsport dem Wandel der Zeit unterworfen ist, wusste in einem weiteren Interview Jürgen Born zu berichten. Der erfolgreichste Einer Kunstradfahrer des VfH Worms hatte so manche Anekdote früherer Wettkämpfe zu erzählen: Dass man in den 70er Jahren eine Rheinhessenemeisterschaft aus Platzgründen auch mal in der Scheune austrug, wäre für die jüngeren Generationen heute wohl unvorstellbar. Große generationsübergreifende Einigkeit herrschte hingegen beim Thema der durch den Sport entstandenen Gemeinschaft und Freundschaft, denn „was bleibt sind die gemeinsamen Reisen und Erlebnisse“, so Born, dessen Aussage gleich im Anschluss von seinem ehemaligen Mannschaftskollegen Frank Trapp mit Berichten über Reisen nach Jordanien oder in die ehemalige DDR bekräftigt wurde.

In den 90er Jahren wurde dann neben Kunstradfahren auch das Radballspielen im VfH erfolgreich betrieben: Der ehemalige Radballer Thomas Liebscher erzählte wie er als Zuschauer bei der 1988 in Ludwigshafen vom VfH ausgetragenen Hallenradsport-Weltmeisterschaft wieder „Feuer fing“, das eigentlich schon an den sprichwörtlichen Nagel gehängte Radballrad wieder hervorholte, aus Hessen nach Worms wechselte und mit seinem Spielpartner bis in die 2. Bundesliga aufstieg. Ein Erfolg an den man beim VfH mit der aktuell noch jungen Radballtruppe gerne wieder anknüpfen möchte.

Die Vormachtstellung als „Mannschaftsverein“, die der VfH bis heute hält, wurde maßgeblich geprägt durch die Vierer und Sechsermannschaften, die um 2000 mehrere DM-Medaillen gewannen, bevor sie das Zepter an die jüngeren Generationen übergaben, die 2005 nach langer Durstrecke erstmals wieder einen Deutschen Meistertitel in die Nibelungenstadt holten. Ein Erfolg den die Wormser Mannschaften danach sowohl im Kunstrad- als auch im Einradsport mehrmals wiederholen konnten, zuletzt schaffte es im Vorjahr der Elitesechser aufs oberste DM-Treppchen.

„Es läuft zurzeit gut beim VfH“, so der einstimmige Tenor der Vorstandsmitglieder und Trainer, und das nicht zuletzt durch die tatkräftige Unterstützung der Stadt, ohne deren zur Verfügung gestellten Halle in der Karmeliter-Grundschule der aktuelle Trainingsbetrieb so nicht möglich wäre. Und auch dank zahlreicher helfender Vereinshände schafft es der VfH den Vereinsgeist lebendig zu halten: Die Ausrichtung der Deutschen Schülermeisterschaft, des Wormser Cups, eines Radballturniers, oder die Teilnahme bei Worms blüht auf sind nur einige Events, die der Verein allein in diesem Jahr bereits gestemmt hat. Insgesamt gibt es also weiterhin alle Hände voll zu tun beim VfH und auch dabei werden sicher wieder Erlebnisse entstehen, an die man sich dann beim nächsten Vereinsjubiläum mit einem Schmunzeln zurück erinnern kann.

Pressespiegel:

Wormser-Zeitung

Bildergalerie Nibelungen-Kurier

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Hallenradsport in Worms